Geschichten für Geschwisterchen, Schule und Umzug

Kurz gesagt: Eine kurze Geschichte mit einer Hauptfigur, die deinem Kind ähnelt, kann eine große Veränderung überschaubar machen. Benenne das Gefühl, zeige einen kleinen Schritt nach vorn und ende mit Trost. Lies sie einige Tage vor der Veränderung und danach noch einmal, und sprecht darüber.

Die Situation wählen

  • Ein neues Baby: Die Hauptfigur wird weiter geliebt und hat eine besondere Aufgabe als große Schwester oder großer Bruder.
  • Erster Tag in Kita oder Schule: Die Hauptfigur trifft ein freundliches Gesicht.
  • Umzug: Die Hauptfigur findet im neuen Zimmer einen Lieblingsplatz.
  • Zahnverlust, erster Haarschnitt, erste Übernachtung: kleine Schritte mit gutem Ende.

Was die Geschichte leisten sollte

Benenne das Gefühl („Bauchkribbeln“), zeige eine Sache, die die Hauptfigur tut, und ende ruhig. Versprich nicht, dass nichts schwer wird. Kinder vertrauen ehrlichen, freundlichen Geschichten mehr.

Nach der Geschichte

Stelle offene Fragen: „Was hat die Hauptfigur wohl gefühlt?“ So kann dein Kind über eigene Gefühle sprechen, ohne in die Enge getrieben zu werden.

Eine Geschichte für dein Kind

Setze dein Kind, die echten Namen seiner Freunde oder sein Kuscheltier in die Geschichte. Bei Schwarzes Pferd kannst du eine eigene Idee ergänzen, zum Beispiel „ein Mädchen, das mit dem blauen Rucksack in die Schule kommt“.

Häufige Fragen

Wann sollte ich mit Geschichten über die Veränderung beginnen?

Ein bis zwei Wochen vorher bei Schulstart oder Umzug, einige Wochen vorher bei einem neuen Baby. Wiederhole die Geschichte so oft, wie dein Kind möchte.

Kann eine Geschichte das Gespräch ersetzen?

Nein. Sie öffnet die Tür dazu. Wenn die Sorgen stark sind oder lange anhalten, sprich mit der Lehrkraft oder dem Kinderarzt.