Kleines und der Drachen mit den Vogelträumen
In der App mit deinem Namen lesenAuf der Abendwiese hält Kleines den Papierdrachen „Feder“ an der Schnur. Feder hat einen langen, bunten Schwanz und schaut sehnsüchtig zu den Vögeln hinauf. „Ich wollte immer ein Vogel sein“, seufzt Feder. „Vögel dürfen selbst entscheiden, wohin sie fliegen.“ Kleines spürt ein kleines Kribbeln im Bauch. „Ich habe Angst, dass du davonsaust“, sagt Kleines leise. Feder raschelt. „Und ich habe Angst, dass ich nur ein Drachen bin, der nie flattern darf.“ Da bemerkt Kleines den kleinen Roboter Klick auf dem Spielzeug-Lastwagen. Klick blinkt und piept: „Wind: drei von fünf. Mut: noch nicht gemessen.“
Am Zaun steht kurz das Schwarze Pferd, ein kleines Fohlen mit goldenem Stern auf der Stirn. Es wiehert freundlich: „Manchmal hilft ein offenes Ohr mehr als eine lange Leine.“ Dann trabt es davon. Kleines holt tief Luft. „Feder, ich halte dich nicht fest, weil du nicht gut fliegst. Ich halte dich fest, weil du mir wichtig bist.“ Feder wird ganz still. „Dann ist meine Angst gar nicht schlimm?“ fragt Feder. „Nein“, sagt Kleines. „Wir können sie teilen.“ Klick rollt mit dem Lastwagen im Kreis und lässt eine kleine Windfahne drehen.
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