Die Lichtspuren von Schloss Mondrose
In der App mit deinem Namen lesenEs war einmal ein Schloss namens Mondrose, das lag zwischen sanften Hügeln, und jeden Abend legte der Mond einen silbernen Schal um seine Türme. In diesem Schloss wohnte Prinzessin Mira, die gern barfuß über den Kiesweg lief und mit den Vögeln plauderte. Jedes Jahr, an Miras Geburtstag, sollten die Nachtblumen im Garten erblühen, doch nur, wenn jemand den geheimen Mondpfad fand. In diesem Jahr aber war der Pfad verschwunden, und Mira seufzte so leise, dass selbst die Rosen die Köpfe neigten. Kleines, acht Jahre alt und zu Besuch im Schloss, hörte das Seufzen und beschloss, dem Garten zu helfen.
„Der Mondpfad war immer da“, sagte Mira und zeigte auf den Kiesweg, der um den Marmorbrunnen führte. „Oma hat erzählt, man muss nur den Spuren folgen, die der Garten zeigt.“ Kleines kniete nieder und betrachtete den Boden. „Dann schauen wir eben ganz genau“, sagte Kleines. Die Sonne verschwand hinter den Hügeln, und im Garten wurde es still, als würde jemand den Atem anhalten. Genau in diesem Moment erschien auf dem Kies ein kleiner, heller Abdruck, dann noch einer, und noch einer. Sie glühten wie warme Laternen und liefen in einer weichen Linie zwischen den Beeten hindurch.
Lies diese Geschichte mit dem Namen deines Kindes
Die ganze Bibliothek, Vorlesen und 30 neue Geschichten pro Monat.
3 Tage kostenlos testen